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Abschied von Jörg Endebrock

Axel Sawert

Kantor Jörg Endebrock verlässt zum Jahresende die Wiesbadener Lutherkirche. Er wechselt zu einem der bedeutendsten Orte evangelischer Kirchenmusik in Deutschland: die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg.

Die Lutherkirchengemeinde verliert mit Jörg Endebrock einen großen Musiker und Organisten, der die kirchenmusikalische Arbeit in den vergangenen elf Jahren herausragend und auf vielfältige Art und Weise weiterentwickelt hat. In einem Kantaten-Gottesdienst in der Lutherkirche wurde Endebrock am 1. Advent offiziell verabschiedet.

Mit Jörg Endebrock verlässt nicht nur ein begnadeter und überaus vielseitiger Organist die Lutherkirche, sondern auch ein Mensch, der Alt und Jung für Musik und fürs Singen begeistern kann.

Als Jörg Endebrock am 1. November 2008 an der Lutherkirche anfängt, findet er eine kleine Kinder- und Jugendkantorei vor. Ihm gelingt es, bei den Kindern und Jugendlichen die Begeisterung fürs Singen auf hohem Niveau zu wecken. Aus dieser Arbeit entsteht die Evangelische Singakademie Wiesbaden, die vor vier Jahren offiziell gegründet wurde. Sie ist ein stadtweites Angebot unter dem Dach des Evangelischen Dekanats, das an der Lutherkirche beheimatet ist.

Unter Endebrocks Leitung arbeitet heute ein Team von Chorleitern und Stimmbildnern mit rund 250 Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren. Die Matineen, Gottesdienste, Konzerte und Musicals unter Beteiligung der Singakademie gehören inzwischen zum festen Bestandteil des musikalischen Stadtlebens. Darüber hinaus ist die Jugendkantorei seit der vergangenen Spielzeit offizieller Jugendchor des Staatstheaters Wiesbaden.

Was Jörg Endebrock stets auszeichnet, ist sein hoher Anspruch an alle musikalischen Darbietungen. Durch seine gewinnende Art ist es ihm immer gelungen, Mitwirkende und Zuhörende dafür zu begeistern. Das hat sich in den wöchentlichen Sonntagsgottesdiensten genauso gezeigt wie in den großen Musik- und Festgottesdiensten, etwa zum Reformationsjubiläum 2017.

Die beiden großen Orgeln der Lutherkirche hat Endebrock mit großer Leidenschaft gespielt. Zahlreiche Matineen, Orgelkonzerte und die Einführung des Orgelsommers mit weniger bekannten und zum Teil international renommierten Organisten zeugen davon. Ein besonderer Höhepunkt unter vielen waren stets die Konzerte für zwei Orgeln, die er oft mit der Kollegin Susanne Rohn aus Bad Homburg gespielt hat.

Unter der Leitung von Jörg Endebrock haben sich Bach- und Kammerchor stetig weiterentwickelt. Dabei kamen neben den klassischen Werken von Bach, Mendelssohn, Brahms und Händel auch unbekannte Werke wie das „War Requiem“ von Benjamin Britten, Monteverdis „Marienvesper“, die „Jesus-Passion“ von Oskar Gottlieb Blarr und Werke anderer selten aufgeführter Komponisten zur Aufführung.

Endebrock ist es zu verdanken, dass Bach- und Kammerchor genauso wie die Singakademie inzwischen auf einem anerkannt hohen Niveau singen. Das Publikum hat es ihm gedankt: Nahezu alle Konzerte waren in den vergangenen Jahren ausverkauft.

Der leicht bearbeitete Text stammt aus dem Gemeindebrief der Lutherkirche

Endebrocks Nachfolger ist Kantor Niklas Sikner
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