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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Vortrag: Klatschmohn und Hakenkreuz

© sam- Stadtmuseum am MarktHerbst in Wiesbaden. Plakat von Ludwig Hohlwein, München 1930. Die Arbeit des Künstlers stellt die Frage, wie die Kunst der 1930er Jahre Jugendstil-Elemente für sich vereinnahmte und wo sie sie einsetzte.

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus veranstaltet die Stadt eine historisch-politische Bildungsreihe, an der auch Susanne Claußen, Bildungsfreferentin im Evangelischen Dekanat, mit einem Vortrag beteiligt ist: Dienstag, 21. Januar 2020, 19 Uhr, im Stadtmuseum am Markt.

Was haben Jugendstil und Lebensreform mit dem Nationalsozialismus zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Doch haben einige Jugendstilkünstler eine zweite Karriere unter den Nationalsozialisten erlebt. Zu diesen gehört der gebürtige Wiesbadener Ludwig Hohlwein und auch Fritz Erler, dessen Fresken den Muschelsaal im Kurhaus zieren.

Dr. Susanne Claußen, Bildungsreferentin im Evangelischen Dekanat, zeigt an konkreten Beispielen aus Wiesbaden, wie das „Zurück zur Natur“ aus Lebensreform und Teilen des Jugendstils in manchen Kreisen völkisch, biologistisch und später auch nationalsozialistisch interpretiert wurde. Aus den Idealen von „Reinheit“, „Gesundheit“ und „Natürlichkeit“ wurden etwa Forderungen wie „Zurück zur wahren Bestimmung des Ariers“, „Zurück zum gesunden Volkskörper“ abgeleitet. Die historischen Untersuchungen führen auch zu der Frage, welche Narrative heute noch wirken, und wie man sie erkennen kann.

Der Vortrag beleuchtet im Wiesbadener "Jugendstiljahr" diesen sonst kaum beachteten Aspekt der Reformbewegung.

Veranstalter und Veranstaltungsort: sam – Stadtmuseum am Markt

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz.

Das gesamte Programm


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