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Wechsel

Martin Fromme verlässt die Marktkirche

© Axel SawertPfarrer Martin Fromme

Pfarrer Martin Fromme wechselt nach dem Weggang von Pfarrerin Claudia Strunk komplett in die Biebricher Hoffnungsgemeinde. Die halbe Stelle an der Marktkirche wird neu besetzt.

Die Marktkirche verliert einen warmherzigen Pfarrer, einen scharfsinnigen Theologen und einen durch und durch sympathischen Menschen: Pfarrer Martin Fromme wechselt in die Biebricher Hoffnungsgemeinde, in der er bereits seit einigen Jahren eine halbe Stelle inne hatte. Nach dem Weggang der Biebricher Pfarrerin Claudia Strunk, hat sich für Fromme die Gelegenheit ergeben, ganz in Biebrich zu arbeiten.

Er schaut dankbar auf die zurückliegenden 14 Jahren an der Marktkirche zurück. Vor allem die vielen unterschiedlichen Begegnungen in der Gemeinde waren für ihn immer etwas Besonderes: „Der Platz in der Mitte der Stadt bringt wohl mit sich, dass sich an diesem Ort die Wege verschiedenster Menschen kreuzen: Menschen in sozialer Not, die plötzlich auf der Matte stehen, viele, die in der offenen Kirche Ruhe oder Erbauung suchen und unerhört aufmerksame Gottesdienstbesucherinnen und -besucher aller Altersstufen“, so Fromme.

Es habe ihn in all der Zeit immer fasziniert, an diesem Ort zu arbeiten. Und das habe viel mit der Kirche selbst zu tun. „Sie von weitem zu mögen, ist nicht schwer – zumal, wenn sie im Abendlicht beinahe rotgolden weithin leuchtet“, so Fromme. „Ihr Innenraum hat mir allerdings stärkeren Widerstand entgegengesetzt. Er will wahrgenommen, erlebt und ,bespielt' werden – mit allem, was sperrig ist, wie die Höhe der Kanzel und die großen Distanzen. Und das immer wieder anders, denn Tageslicht, Blickwinkel und natürlich die Korrespondenz von Wort und Klang erzeugen stets ein neues Raumerlebnis.“

Fromme erinnert sich gerne an die Arbeit in den großen Altenheimen der Stadt und die intensive Erfahrung, mit den Menschen dort Gottesdienst zu feiern.

Er erinnert sich an die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden, Kindergottesdienste auf dem Fußboden vor dem Altar, Mittwochsandacht in der Krypta, Meditation und Agapefeier mitten im Kirchenschiff, Osternachtbeginn im Finstern oder mit Gästen auf dem Turm oder am Carillon zu sein.

Doch trotz des Abschieds schaut er zuversichtlich auf das, was kommen wird: Seit einigen Jahren hat er bereits eine halbe Stelle in der Biebricher Hoffnungsgemeinde. In Biebrich jetzt mit ganzer Stelle zu sein - darauf freut er sich, denn in der Hoffnungsgemeinde sind große Veränderungen im Gange: Kita-Neubau, Umbau an der Hauptkirche, mögliche Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden und vieles mehr. „Es ist Arbeit genug da – aber ich freue mich darauf, mit ganzer Kraft an einem Ort zu tun was ich kann", sagt Fromme.

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