Ökumenischer Weg-Gottesdienst per Rad

veröffentlicht 10.06.2026, Dekanat Wiesbaden

Rund 30 Radelnde begaben sich beim ökumenischen Radelgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) durch Wiesbaden.

Der Weg-Gottesdienst, der im Rahmen des Wiesbadener Stadtradelns angeboten wurde, startete vor der Dreifaltigkeitskirche und stand unter dem Thema „Im Wandel“. 

„Die Gesellschaft ist im Wandel und vielen macht das Angst, obwohl das Leben nun mal so ist“, sagte Anke Jarzina, Outdoorseelsorgerin und Pastoralreferentin in St. Peter und Paul Wiesbaden. Wie der Wandel angegangen und gestaltet werden könne und quasi in der DNA Gottes liege, darum ging es an den sechs Stationen, die die Radelnden auf der rund 13 Kilometer langen Strecke ansteuerten.
Um den Wandel wahrzunehmen, nahm die Gruppe ein Lied mit auf den Weg. Gleich mehrfach erklangen während der Fahrt die Zeilen „Gib Ohren mir und Augen, dein Wort lass mich verstehen. Mach weit mein Herz und weise. Lehr deinen Weg mich sehen“.

Den Blick weiten

Begrüßt wurden die rund 30 Fahrradfahrerinnen und -fahrer von Jürgen Otto, Regionalleitung Katholische Region Wiesbaden | Rheingau | Taunus, der der Gruppe mit Helm und gelber Weste vorausfuhr und den Weg wies. Die Radtour, die zur evangelischen Christophoruskirche in Schierstein führte, sprach verschiedene Sinne an. Nach der trubeligen Stadt mit der Freudenberger Kerb weitete sich der Blick der Teilnehmenden am Aussichtspunkt Himmelreich ins Rheingau. Durch die Weinberge an Frauenstein vorbei ging es zu einem Brunnen in Schierstein und zur Synagoge.

Neben Jarzina und Otto leitete Mina Ghattas vom ACK-Vorstand und Diakon der koptischen Gemeinde den Gottesdienst. „Was lasse ich zurück?“ „Wo will ich hin?“ Diese Fragen hatten die Radelnden im Gepäck. Zu Beginn baten sie um Gottes Geleit, um Rückenwind und neue Wege. Im Glauben daran, dass Gott immer mit auf dem Weg ist, gab es am Ende des Gottesdienstes für alle Teilnehmenden noch Gute-Fahrt-Aufkleber. Zum Abschluss stärkten sich alle noch mit einem Picknick.

Fürs Stadtradeln Kilometer sammeln

Während der Fahrt wurden eifrig Kilometer fürs Stadtradeln gesammelt, denn die Katholischen und Evangelischen Kirchen in Wiesbaden bilden starke Gruppen beim Stadtradeln. „Wer hat seine App schon eigeschaltet?“, fragte Jarzina kurz vor dem Start in die Runde. Regelmäßig erstrampeln sich die beiden Teams jeweils gute Platzierungen in den Top Ten.